Pharmakeia ist das griechische Wort, aus dem unsere „Pharmazie“ wurde. Im Neuen Testament steht es in den Listen dessen, was den Menschen von Gott trennt, und wird dort meist mit „Zauberei“ übersetzt.
Woher das Wort kommt

Das Grundwort pharmakon war im Griechischen dreierlei zugleich: ein Heilmittel, ein Gift und ein Zaubertrank. Ein und dasselbe Wort für das, was heilt, das, was tötet, und das, was den Geist manipuliert. Daraus wurden unsere Begriffe Pharmazie, Pharmakon und Pharmakologie. Die Wurzel trägt also von Anfang an eine Doppelnatur in sich.
Was die Bibel damit tut
Pharmakeia erscheint unter den Werken, die trennen (Galater 5,20), und in der Offenbarung: „durch deine Zauberei (pharmakeia) sind verführt worden alle Völker“ (Offenbarung 18,23; ebenso 9,21 und 21,8). Die Übersetzer geben es fast überall mit Zauberei oder Hexerei wieder. Gemeint ist ein Wirken, das den Menschen an etwas bindet und ihn von der Quelle wegführt.
Was das für uns heißt

Das ist kein pauschales Urteil über jede Tablette und keine Anweisung, was jemand tun soll. Es ist ein Wink, genau hinzuschauen. Wo ein Mittel wirklich hilft, ist das gut. Wo ein Mittel den Menschen dauerhaft am Symptom festhält, ihn abhängig macht und die Frage nach der Wurzel verstummen lässt, lohnt es sich, das alte Wort im Ohr zu behalten. Die Entscheidung bleibt bei dir. Wir stellen nur die Herkunft des Wortes offen daneben.
In einem Satz
Pharmakeia trägt Heilmittel, Gift und Zauber in einer Wurzel. Die Bibel nutzt das Wort für das, was bindet und von der Quelle trennt. Hinsehen lohnt sich, entscheiden musst du selbst.
Weiterlesen
Heilung: Gott als Arzt (Jehovah Rapha)
Klartext: Begriffe ehrlich erklärt

