Glaube ist im Neuen Testament Vertrauen und Treue, ein Sich-Verlassen auf den, der treu ist. Es ist eine Beziehung, kein Für-wahr-halten von Sätzen.
Woher das Wort kommt

Das griechische pistis heißt Treue, Vertrauen, Zuverlässigkeit. Das Verb pisteuo bedeutet sich anvertrauen, sein Gewicht auf jemanden legen. Im Hebräischen steht emuna, von der Wurzel aman, fest und treu sein. Aus derselben Wurzel kommt unser „Amen“, also: es steht fest, darauf ist Verlass.
Warum es oft verkürzt wird

Heute klingt „Glaube“ oft nach: etwas für wahr halten, das man nicht beweisen kann, ein Meinen im Ungewissen. Biblisch ist es ein Vertrauen, das sich stützt und getragen wird. Man legt sein Gewicht auf einen Stuhl, weil man ihm traut, nicht weil man an seine Existenz denkt.
Was die Bibel meint
„Abraham glaubte Gott, und das wurde ihm zur Gerechtigkeit gerechnet“ (Römer 4,3). Abraham vertraute der Zusage dessen, der treu ist. Glaube ruht auf Gottes Treue, nicht auf der eigenen Anstrengung. Er schaut weg von sich und hin auf den, der schon gehandelt hat.
Warum das befreit
Glaube ist kein Zusammenkneifen der Augen und kein Erzeugen von Gefühlen. Er ist ein Ruhen im Vertrauen auf den, der treu bleibt, auch wenn du wankst. Das nimmt den Druck. Du musst den Glauben nicht in dir hochpumpen, du darfst dich auf eine Zusage stützen, die trägt.
In einem Satz
Glaube ist Vertrauen und Treue, ein Sich-Stützen auf den, der zuverlässig ist. Er ruht auf Gottes Treue, nicht auf eigener Kraft.
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