Agape ist die gebende Liebe des Vaters, die nicht auf Gegenleistung wartet. Sie ist das Wesen Gottes selbst, denn die Schrift sagt schlicht: „Gott ist Liebe.“
Woher das Wort kommt

Das Griechische hat mehrere Worte für das, was wir im Deutschen alles „Liebe“ nennen. Eros ist das Begehren, philia die Freundschaft, storge die Zuneigung in der Familie. Und dann gibt es agape, die gebende, treue Liebe, die sich verschenkt, ohne zu rechnen. Das Neue Testament wählt bewusst dieses Wort für die Liebe Gottes.
Warum sie oft verkleinert wird

Im Deutschen trägt ein einziges Wort alles, von der Lieblingsschokolade bis zur Ehe. So verliert die Liebe Gottes ihre Schärfe. Agape ist genauer. Sie hängt nicht an Bedingungen, sie zieht sich nicht zurück, wenn der andere versagt, und sie beginnt beim Gebenden, nicht beim Verdienst des Empfängers. „Gott erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns starb, als wir noch Sünder waren“ (Römer 5,8). Sie kommt zuerst.
Was die Bibel meint
„Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm“ (1. Johannes 4,16). Agape ist kein Gefühl, das kommt und geht, sondern eine Haltung, die trägt. In 1. Korinther 13 wird sie beschrieben: langmütig, freundlich, sie sucht nicht das Ihre, sie hört niemals auf. So liebt der Vater seine Kinder.
Warum das befreit
Agape ist die Medizin gegen die Angst, denn „die vollkommene Liebe treibt die Furcht aus“ (1. Johannes 4,18). Sie lässt sich empfangen, nicht verdienen. Wer begreift, dass er zuerst und ohne Bedingung geliebt ist, hört auf zu betteln und fängt an zu danken. Aus dieser Liebe heraus heilt das Herz, und aus ihr heraus lebt der Mensch als Kind, nicht als Knecht.
In einem Satz
Agape ist die bedingungslose, gebende Liebe, die Gott ist. Sie kommt zuerst, sie hört nie auf, und in ihr hat keine Angst mehr Platz.
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Angst: Die Wurzel unter den Wurzeln
Sohnschaft: Kind, nicht Bittsteller
Klartext: Begriffe ehrlich erklärt

